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3. Februar 2014 um 08:27

Koordinationstraining für Mountain Biker

Schon das normale Radfahren im Straßenverkehr erfordert vom Radler eine hohe Konzentration und schnelles Reaktionsvermögen auf unvorhersehbare Ereignisse. Wer aber mit einem Mountain Bike im Wald oder Gelände fährt, muss nicht nur auf die Mitmenschen achten. Die Untergründe sind sehr unterschiedlich. Es ragen Wurzeln aus dem Boden, Steine liegen auf den Wegen oder Furchen und Sand erschweren das Fahren. Daher ist Mountainbiken eine hoch komplexe, koordinative Angelegenheit, mit der sich der Sportler auseinandersetzen muss. Daher erfordert da Training kombinierte Formen aus Kraft und Koordination.

Die unterschiedlichsten Trainingseinheiten, die auch als propriozeptives Work-out bezeichnet werden, dienen speziell auf die Entwicklung des Gleichgewichtsgefühls ab. Dabei wird die Tiefenmuskulatur an Rücken und Bauch gestärkt und die Eigenwahrnehmung des Muskel-Nerv-Zusammenspiels trainiert. Dadurch werden die Eigenreflexe verbessert, sodass schneller agiert und reagiert werden kann. Neben Konzentration und Koordination ist aber auch ein hohes Maß an Kraft erforderlich und sollte in das Training mit einfließen.

Unterschiedliche Trainingsmöglichkeiten für die Koordination

Für das Koordinationstraining und die Entwicklung des Gleichgewichtsinns kann hervorragend das Balance Board eingesetzt werden.
• Der Sportler stellt sich mit beiden Füßen auf das Wackelbrett und versucht das Gleichgewicht zu halten. Dafür kann er die Arme zu Hilfe nehmen.
• Um den Schwierigkeitsgrad zu steigern, wird das eine Bein an den Körper herangezogen und der Körper erneut ausbalanciert.
• Um die Trainingsintensität zu steigern, kann ein Medizinball zusätzlich genutzt werden. Dieser befindet sich in den Händen des Trainierenden. Der Medizinball wird in die Luft geworfen und wieder aufgefangen, ohne das Wackelbrett zu verlassen.
• Eine weitere Möglichkeit zur Intensitätssteigerung ist das Jonglieren mit mehreren Bällen.
• Speziell für den Muskelaufbau in Bauch und Rücken bieten sich unterschiedliche Übungen an, die mit Gewichten durchgeführt werden. Sit ups und spezielle Schulterübung sorgt für schnellen Muskelaufbau.

Trainingsschwerpunkte setzen

Gerade beim Mountainbiken sind im Bezug auf das Koordinationstraining Schwerpunkte zu setzen, die sich auf die Koordination und Kondition beziehen. Dabei ist Ausdauer und Kraft nicht gerade vordergründig, aber im Zusammenspiel mit der Koordination, ein wichtiger Bestandteil, um wirklich effektive Ergebnisse zu erzielen.

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24. September 2013 um 08:04

Bewegungslandschaften für Kleinkinder im Kindergarten – Teil 1

Möglichkeiten, Vorteile und Ziele von Bewegungslandschaften:

– Verbesserung Koordinationsfähigkeit: Gleichgewichtsempfinden, Reaktionsfähigkeit
– Schulung der Klettererfahrungen, Griffsicherheit und Kraftentwicklung
– Perzeptives Lernen & variationsreiche Wahrnehmung
– Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
– Situatives Lernen & Schulung des Problemlöseverhaltens
– Förderung der Bewegungsphantasie und Bewegungseinfälle
– Aktion -> Interaktion

Vorbemerkungen und Grundsätze:

– Kinder nicht unterschätzen -> Bewegungsfreude und Sportinteresse (Polysportive Schulung)
– Kinder anleiten und ihnen Freiräume/Handlungsspielraum für selbstständige Lösungsansätze lassen
– Angemessene Betreuung der Kinder an den Stationen
– Vermittlung von Regeln, Geboten und Verboten
– Betonung der gegenseitigen Rücksichtnahme
– Unterstützung, Partnerschaft und Kooperation
– Respektvoller Umgang mit allen Kindern -> Wertschätzung ihrer Persönlichkeit

Beschreibung der Zielgruppe

4-5 Jahre – Vorschulalter

Lauf-, Sprung- & Stützfähigkeit:
– Laufen, Hüpfen mit Tempo und Richtungswechsel
– Auf- und Abwärtsklettern
– Schieben, Drücken, Ziehen, Tragen des Partners, selbständiges Transportieren von Geräten
– Weit-, Hochsprung aus dem Anlauf über Hindernisse

Gleichgewicht und Koordination:
– Balancieren auf festen und beweglichen Gegenständen (mit Zusatzaufgabe)

Geschicklichkeit und Reaktion:
– Klettern, Steigen, Springen, Balancieren und Laufen in Variationen
– Bewegungsverbindungen

Ausdauer:
– Laufen (5-7 Minuten)

Schnelligkeit:
– Schnelllauf (20-40m)
– Wett-, Staffel-, Slalom- & Hindernisläufe
– Kleine Fang- und Laufspiele

Kontaktfähigkeit und situative Orientierung:
– Laufen mit Partner und in Gruppen, Nachlaufen, Fangen
– Ausweichen und Begegnen
– Gemeinsames Aufbauen der Geräte
– Helfen und Sichern des Partners

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7. Mai 2013 um 11:26

Koordinationstraining mit dem Reaction Ball

Ein Reaction Ball ist ein Trainingsgerät zur Verbesserung der Reaktionszeit und Beweglichkeit in einer Vielzahl von Sportarten. Der Ball selbst ist nicht wie eine Kugel geformt, sondern eher wie eine Reihe von Kugeln miteinander verschmolzen. Gewöhnlich wird die Kugel aus Gummi hergestellt, die gut auf harten Oberflächen prallt und hell gefärbt ist, damit die Kugel leichter zu sehen ist.

Sportler nutzen diese Kugel während des Trainings durch Prellen und versuchen, sie zu fangen, was schwierig ist, weil der Ball prallt unvorhersehbar und schnell. Viele verschiedene Sportarten erfordern Geschicklichkeit, Hand-Auge-Koordination und schnelle Reaktionszeiten, so eine Reaktion Ball ist ein sehr beliebtes funktionelles Trainingsgerät.

Der Reaction Ball wird aufgrund seiner Fähigkeiten auch Reflex Ball genannt. Die vielen verschiedenen Seiten der Kugel veranlassen, in einer Weise, dass Athleten nicht die Fähigkeit haben, das Prallen vorherzusagen. Natürlich wird die Reaktion Kugel nicht tatsächlich zufällig Prellen sondern gemäß Physik.

Für die Ausbildung ist die einzige wichtige Eigenschaft, dass die Athleten selbst nicht bestimmen können, in welche Richtung der Reaction Ball hüpfen wird.

Training mit dem Reaction Ball

Mit den Reaction Ball kann man alleine, zur zweit oder auch in kleinen Gruppen arbeiten.
Mögliche Trainings- / Übungsinhalte:

Einzeln:
– Den Ball auf den Boden fallen lassen und auffangen
– Den Ball aus verschiedenen Höhen fallen lassen und auffangen
– Den Ball gegen die Wand werfen und auffangen
– Den Ball zwischen den Beinen auffangen
– Mit Drehungen arbeiten

In Gruppen:
– Partner lässt den Ball auf den Boden fallen und der andere Partner muss ihn auffangen
– Partner steht mit dem Rücken zum Partner mit Ball und auf Kommando dreht er sich um und muss den fallenden Ball auffangen
– Partner steht mit dem Gesicht zur Wand und der andere Partner wirft den Ball gegen die Wand. Der Partner der nicht wirft soll den Ball auffangen
– Wie vorherige Übung jedoch steht der Partner ohne Ball mit dem Rücken zur Wand

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8. Oktober 2012 um 17:21

Grundlagen des Koordinationstrainings

Was sind koordinative Fähigkeiten?

Eine sportliche Bewegung setzt sich aus einer Vielzahl von Teilbewegungen zusammen, die präzise aufeinander abgestimmt werden müssen, um eine erfolgreiche Handlung nach sich zu ziehen. Eine zielgerichtete sportliche Bewegung ist einer Reihe von Regulations- und Steuerungsprozessen unterworfen.
Mehrere korordinative Fähigkeiten steuern den Gesamtprozess der Bewegungskoordination. In der Regel treten die koordinativen Fähigkeiten nicht einzeln auf, sondern stehen in einer ständigen Wechselbeziehung zueinander.

Insbesondere Spielsportarten sind im besonderen Maße von der Abstimmung und der Güte der einzelnen koordinativen Fähigkeiten abhängig. Die Sportwissenschaft unterteilt die koordinativen Fähigkeiten in sieben elementare Leistungspotentiale:

Die Reaktionsfähigkeit, Orientierungsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit, Kopplungsfähigkeit, Umstellungsfähigkeit und die Rhythmisierungsfähigkeit. Eine Sonderrolle unter den koordinativen Fähigkeiten nimmt die kinästhetische Differenzierungsfähigkeit ein oder kurz der Bewegungssinn bei sportlichen Bewegungen. Der kinästhetische Bewegungssinn ist wichtig, um sportliche Bewegungen genau und mit der notwendigen Ökonomie durchzuführen.

Reaktionsfähigkeit, Kopplungsfähigkeit und Orientierungsfähigkeit

Die Reaktionsfähigkeit zeigt die Fähigkeit an, wie schnell man in der Lage ist, auf sportliche Situationen mit einer motorischen Reaktion zu antworten. Geht es darum eine Reihe von Teilbewegungen in ihrer zeitlichen und räumlichen Dimension aufeinander abzustimmen, spricht man von der Kopplungsfähigkeit. Kann ein Sportler seine Lage und Bewegung im Raum im Rahmen einer sportlichen Handlung gut steuern, verfügt er über eine gute Orientierungsfähigkeit.

Gleichgewichtssinn und Rhythmisierungsfähigkeit

Die Gleichgewichtsfähigkeit beschreibt die Fähigkeit während einer sportlichen Aktion das Gleichgewicht des Körpers zu halten, welches durch unterschiedliche Körperpositionen im Raum ständig gestört wird. Gelingt es einem Sportler schnell und reibungslos von einem motorischen Handlungsprogramm in ein anderes zu schalten, spricht man von einer gut ausgeprägten Umstellungsfähigkeit.

Die Rhythmisierungsfähigkeit wiederum wird genau genommen von zwei Fähigkeitspotentialen charakterisiert. Zum einen geht es bei der Rhythmisierungsfähigkeit darum, einen bestimmten Rhythmus einer Bewegung aufzunehmen. Zum anderen ist es für die sportliche Leistungsfähigkeit unabdingbar sich den verändernden Bedingungen der Umwelt anzupassen und damit den zugehörigen Rhythmus an sein Bewegungsmuster anzugleichen.

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